Kreisbereitschaftsleitung

DRK KV Rems-Murr e.V.

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Katastrophenschutz

 Ein Schadensereignis mit einer Vielzahl von Verletzten oder Erkrankten ist – bei entsprechendem Ausmaß – nicht mehr alleine mit den Ressourcen eines Landkreises zu beherrschen. Da die bisherigen regionalen oder organisationseigenen Konzepte zur überörtlichen Hilfeleistung untereinander nur eingeschränkt kompatibel sind, ist zur effektiven Abarbeitung von komplexen Schadenslagen eine Standardisierung von Leistungen erforderlich. Ziel ist, im Ereignisfall gezielt die fehlenden Leistungen landesweit anzufordern und Einsatzkräfte aus anderen Kreisen in die bereits an der Einsatzstelle bestehenden Strukturen einzubinden.
Um dies zu erreichen, wird das Modul Katastrophenschutz [2] (Kapitel II Ziffer. 2.3), das den bisherigen Katastrophenschutz-Einsatzeinheiten „Sanität und Betreuung“ des Fachdienstes Sanitäts- und Betreuungsdienst des Katastrophenschutzdienstes (VwV Stärke und Gliederung [8]) entspricht, neu strukturiert und die Einsatzeinheiten werden über ihre Leistungsfähigkeit definiert.

Das Modul Katastrophenschutz umfasst Einsatzeinheiten (EE), die zusätzlich zu ihrer Grundausstattung eine Zusatzausstattung zur Erstversorgung bzw. zur Behandlung erhalten. Die EE-Erstversorgung und die EE-Behandlung unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Zusatzausstattung.

- Die EE-Erstversorgung  integriert eine Schnelleinsatzgruppe–Erstversorgung (SEG-E) gemäß Konzept
- Die EE-Behandlung verfügt über die ergänzende Ausstattung für den Betrieb eines Behandlungsplatzes 25
- Das Land plant, die Einsatzeinheiten mit einer ungeraden Nummer (erste, dritte, fünfte, ...) in einem Stadt-/Landkreis mit der Zusatzausstattung Erstversorgung, die Einsatzeinheiten mit einer geraden Nummer mit der Zusatzausstattung Behandlung auszustatten.


Für den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes 25 sind grundsätzlich zwei Einsatzeinheiten notwendig. Idealerweise eine EE-Erstversorung und eine EE-Behandlung.
Durch die neue Struktur der Einsatzeinheiten werden sowohl deren Einsatzmöglichkeiten im Sanitäts- und Betreuungsdienst als auch der Einsatz der 1. und 2. Welle nach Ziff. 2.3 optimiert.

Die Einsatzeinheiten Erstversorgung und Behandlung werden in Leistungsmodule gegliedert:
 

Einsatzeinheit-Erstversorgung Einsatzeinheit-Behandlung
Leistungsmodul Führung Leistungsmodul Führung
Leistungsmodul Erstversorgung  Leistungsmodul Behandlung
Leistungsmodul Transport Leistungsmodul Transport
Leistungsmodul Betreuung und Logistik Leistungsmodul Betreuung und Logistik
Leistungsmodul Technik und Sicherheit Leistungsmodul Technik und Sicherheit



Lediglich die Leistung und die Schnittstellen der Leistungsmodule sind definiert. Die technische Umsetzung, insbesondere die Art der einzusetzenden Fahrzeuge und Geräte, ist als Mindeststandard definiert. Der Leistungsträger kann zur Optimierung weitere Ressourcen einbinden. In Abbildung 1 ist die materielle Mindestausstattung der Einsatzeinheiten exemplarisch dargestellt.