Kreisbereitschaftsleitung

DRK KV Rems-Murr e.V.

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Dankesschreiben

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, werte Kameradinnen, werte Kameraden,

 

11 harte Tage liegen hinter uns. Viele davon haben wir gemeinsam er- und durchlebt, gemeinsam gearbeitet, gemeinsam geweint, gemeinsam nach Antworten gesucht. Eine der Stärken des Roten Kreuzes ist die Gemeinschaft. Jeder bringt seine persönliche Stärken ein und wird in seinen Schwächen von anderen unterstützt. Da werden unser Grundsätze mit Leben erfüllt.

 

Der Beginn am 11.03. kurz nach halb 10, der erste Blick auf den Melder, das Einsatzstichwort - Schießerei Realschule, der erste Gedanke, wer kommt auf die Idee, eine Übung mitten am Werktag abzuhalten, der erste Anruf bei der Leitstelle, die Gewissheit, das ist Ernst, keine Übung, der Schock, die rasenden Gedanken bei der Anfahrt, was erwartet mich, wie schlimm ist es, wie viel Verletzte, gibt es Tote, oh Gott, hoffentlich schaff ich das. Und dann beim Eintreffen, ein Meer aus Blaulicht, die erste Info, es gab mehrere Tote, die Ungewissheit, wo ist der Täter, fehlende, bruchstückhafte Informationen, Ankündigungen von Räumungen / Evakuierungen, Nachalamierung, die erste Gewissheit, das gibt einen langen Einsatz. Dann die ersten Meldungen der außenliegenden Hallen, Schüler treffen ein, Verpflegung wird benötigt, PSNV-Kräfte treffen ein, die ersten validierten Informationen, der Täter ist gestellt, tot, es gab weitere Schusswechsel, weitere Menschen wurden getötet. Langsam stabilisiert sich die Lage aber bei vielen liegen die Nerven blank. Dann die ersten Besprechungen, Bildung eines Verwaltungsstabs, die ersten Planungen, wie geht's weiter, Besprechungen, Besprechungen, Besprechungen, unwahrscheinliche Hilfsbereitschaft ringsumher. Dann kamen so langsam die ersten Informationen, dass es am Samstag eine zentrale Trauerfeier mit Staatsakt geben solle. Die Menge der Besprechungen nahm rasant zu, Bildung eines Führungsstabs, ein Termin jagte den anderen und dann der Samstag. Rund 500 ehrenamtliche- über 50 hauptamtliche Einsatzkräfte. Eine Menge Menschen die nur eines wollten, ... helfen wann und wo es nötig ist. Die Planungsgröße von 30.000 Teilnehmern wurde dann mit rund 8.500 erschienenen Teilnehmern doch weit unterschritten, so dass die Kräftevorhaltung natürlich viel zu hoch war. Es entstanden so auch einige ungute Leerlaufphasen. Alles in allem haben wir aber doch gemeinsam die Anforderungen bewältigt und wieder einmal unsere Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft gezeigt. Dies wurde im Einsatzstab der von einem Bezirksbrandmeister des Regierungspräsidiums geleitet wurde sehr wohl registriert, sicher auch im Staatsministerium.

 

Wir hatten am Samstag den Sanitätsdienst dem LNA unterstellt, der gemeinsam mit dem OrgL für den Gesamteinsatz verantwortlich war und die Entscheidungen traf. Ich darf mich, auch im Namen des KBL-Teams, bei Allen für die gute Zusammenarbeit bedanken. Egal wann ich jemand angerufen habe und um Hilfe und Unterstützung bat, und wenn es mitten in der Nacht war, es kam höchstens eine Frage, wann muss ich / müssen wir wo sein. Es gab viele Einsatzkräfte, die kein einziges Mal einen Patienten zu Gesicht bekamen, die mehrfach eine Behandlungsstelle auf- und wieder abgebaut haben, es gab kein böses Wort. Auch dafür herzlichen Dank. Ich denke, vor allem die ehrenamtlichen Dienste gehen aus diesem Einsatz mit neuer Kraft hervor. Lasst uns jetzt etwas Kraft tanken und dann gemeinsam Resümee ziehen und an unserer Weiterentwicklung arbeiten. Dann hatte dieses schreckliche Ereignis für uns doch noch etwas Gutes.

 

Abschließend noch der Dank an den "Hintergrunddienst". An die, die im Hintergrund still und unerkannt Dienst tun und getan haben, die Führungsgehilfen, der Fernmeldezug, die Kreisgeschäftsstelle, die Leitstelle, die Wachenleiter und Stellvertreter, die Landesbereitschaftsleitung, an alle, die ich nicht namentlich genannt habe. Ohne diesen Hintergrunddienst wäre eine erfolgreiche Abwicklung eines Einsatzes dieser Größenordnung undenkbar.

 

DANKE!!!

 

Freundlich grüßt

 

Martin Jungbauer
Kreisbereitschaftsleiter

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Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Rems-Murr e. V.
Kreisbereitschaftsleitung
Henri-Dunant-Str. 1
71334 Waiblingen
Tel.: 07151 2002-0
Fax: 07151 2002-52
www.kv-rems-murr.drk.de

Amtsgericht Waiblingen VR 469
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USt-ID-Nr.: DE 147216680
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Veröffentlicht am
23:07:11 22.03.2009